Geschichte


Der Hof Grübler war ein großer landwirtschaftlicher Betrieb, dessen Geschichte bis ins Jahr 1780 noch heute belegbar ist. Es war ein Vier-Seitenhof mit

Gesindehaus

Wohngebäude mit Stall

Scheune

Pferdestall


Die Familie Grübler bewirtschaftete ihn mindestens seit 1880, was heute noch in der eingemeißelten Inschrift über den Eingängen in beiden Wohngebäuden sichtbar ist. Von überlieferten Berichten weiß man, dass das Wohngebäude durch Blitzeinschlag vor etwa einhundert Jahren teilweise abbrannte und deshalb das Fachwerk damals entfernt worden ist. Es gab ein Gleichgewicht zwischen Vieh- und Landwirtschaft, der regionale Handel mit umliegenden Betrieben blühte, z.B. mit Mühle Furkert in Miltitz, welche noch bis heute als solche existiert. Durch den 2.Weltkrieg wurde, wie überall, alles anders. Gegen Ende des Krieges wurden alle Bewohner des Hofes von den späteren Besatzern vorübergehend ausquartiert. Er wurde als russische Kommandostelle benutzt. Der Plünderung stand nichts mehr im Wege. Durch den späteren Zwangseintritt in die Genossenschaft kam das endgültige "Aus" des Betriebes. Nach der Wiedervereinigung und Rückübereignung war ein Wiederanfang als landwirtschaftlicher Betrieb nicht mehr möglich. 1995 und 96 wurde der Hof in eine Wohnanlage mit neunzehn Wohneinheiten umgebaut, wofür er 1997 unter anderen Preisträger für "Landwirtschaftliche Neugestaltung" vom sächsischen Landwirtschaftsministerium ausgezeichnet wurde.